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Titel: Royal Rumors: How (Not) to Fall in Love
Autor: Tina Köpke
Ausführung: E-Book
Verlag: reverie Verlag
Erschienen am: 25.08.2026
Ein Studium an der legendären Eliteuniversität Everleigh – wer träumt nicht davon!? Um ihrer Mutter und sich selbst einen gewissen Lebensstandard zu finanzieren, macht Natalie kurzerhand das, was jede pragmatische Studentin tun würde: Sie gründet einen Fake-Girlfriend-Service. Sie spielt die perfekte Freundin für alle, die eine überzeugende Begleitung brauchen – mit zwei glasklaren Regeln: kein Sex und definitiv keine echten Gefühle. Doch als ausgerechnet der skandalträchtige Lord Benjamin Ashford, Sohn eines bekannten Dukes, ihre Dienste benötigt, um der Schließung seiner Konten zu entgehen, ist das Chaos vorprogrammiert. Der jüngste Ashford-Spross ist nicht nur gut aussehend, sondern auch viel zu charmant und dreist, um Natalie kaltzulassen. Und überhaupt sind Regeln doch dazu da, um gebrochen zu werden, oder? (Textquelle: reverie Verlag)
Meine Meinung
Fake Dating, Adel und jede Menge Chaos
Natalie studiert an der Eliteuniversität Everleigh und hat sich nebenbei eine ziemlich ungewöhnliche Möglichkeit überlegt, Geld zu verdienen. Sie bietet sich als Fake-Freundin an. Das Ganze läuft natürlich nach klaren Regeln, keine echten Gefühle und kein Sex. Klingt erst einmal ziemlich unkompliziert, zumindest so lange, bis Lord Benjamin Ashford ihre Dienste in Anspruch nimmt.
Benjamin ist der jüngste Sohn eines bekannten Dukes, charmant, gutaussehend und alles andere als langweilig. Nachdem seine Familie ihm wegen seines Lebensstils den Geldhahn zudrehen will, soll Natalie ihm dabei helfen, nach außen deutlich seriöser zu wirken. Und damit beginnt ein Fake-Dating, bei dem ziemlich schnell klar wird, dass sich Gefühle eben nicht immer so einfach an Regeln halten.
Natalie war mir von Anfang an sympathisch. Ich mochte ihre pragmatische Art und fand die Idee mit ihrem Fake-Girlfriend-Service richtig witzig. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass hinter ihrer selbstbewussten Fassade einiges steckt und sie durchaus Gründe dafür hat, Gefühle lieber auf Abstand zu halten.
Bei Benjamin hatte ich anfangs dagegen schon ein bisschen dieses typische Partyboy-Gefühl. Je mehr man allerdings von ihm erfährt, desto deutlicher wird, dass eben doch mehr hinter ihm steckt. Besonders das Zusammenspiel zwischen Natalie und Ben hat mir sehr gut gefallen. Die beiden liefern sich immer wieder kleine Wortgefechte, die Chemie stimmt und gerade die inszenierten Dates sorgen für einige unterhaltsame Situationen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Natalie und Benjamin erzählt, was ich sehr passend fand. Dadurch bekommt man beide Seiten mit und versteht auch besser, warum sich die beiden manchmal so verhalten, wie sie es eben tun. Zwischendurch tauchen außerdem immer wieder Beiträge von "Royal Rumors" auf, einem Klatschblog, der natürlich bestens in diese Welt aus Adel, Reichtum und gesellschaftlichem Ansehen passt.
Der Schreibstil ist locker und die Geschichte lässt sich wirklich schnell weglesen. Gerade die erste Hälfte hat mir richtig viel Spaß gemacht. Fake Dating ist sowieso ein Trope, den ich gerne lese, und hier wurde es lange genug ausgespielt, bevor die Grenzen zwischen gespielt und echt immer mehr verschwimmen.
Ganz perfekt war die Geschichte für mich trotzdem nicht. Gegen Ende wurde mir das Drama zwischen Natalie und Benjamin etwas zu konstruiert. Manche Situationen hätten sich für meinen Geschmack deutlich einfacher lösen lassen und irgendwann wollte ich die beiden eigentlich nur noch schütteln und sagen: Redet doch einfach miteinander.
Auch der "Royal Rumors" Aspekt hätte für mich noch etwas stärker in die Handlung eingebunden werden können. Bei dem Titel hatte ich erwartet, dass der Klatschblog eine noch größere Rolle spielt. Vielleicht kommt da in den nächsten Bänden aber noch mehr.
Trotzdem hat mich "Royal Rumors: How (Not) to Fall in Love" sehr gut unterhalten. Die Chemie zwischen Natalie und Benjamin, das Fake-Dating und das ganze adelige Setting haben für mich richtig gut funktioniert. Ein lockerer Reihenauftakt mit Humor, Romance, etwas Drama und zwei Figuren, bei denen man ziemlich schnell merkt, dass ihre Regeln vermutlich nicht lange Bestand haben werden.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit der "Royal Rumors" Reihe weitergeht.

